„Schau ins Feld!“ – Mitmach-Aktion für Landwirtinnen und Landwirte
Landwirtinnen und Landwirte kennen es: Viele Menschen haben eine Meinung – aber nur wenige wirklich Ahnung von der Arbeit auf dem Acker. Eine repräsentative Umfrage von ZNS Emnid zeigt: Rund drei Viertel der Befragten geben an, keine oder nur geringe Kenntnisse über moderne Landwirtschaft zu haben. Besonders beim Thema Pflanzenschutz ist der Informationsstand niedrig – laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) fühlt sich nur etwa jeder fünfte Befragte gut informiert.
Um dem entgegenzuwirken, wurde 2013 „Schau ins Feld!“ ins Leben gerufen. Die Mitmach-Aktion lädt dazu ein, genauer hinzuschauen, Fragen zu stellen und ins Gespräch zu kommen.
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Was passiert ohne Pflanzenschutz?
Die zentrale Frage der Aktion: Was geschieht, wenn Nutzpflanzen schutzlos Schädlingen, Krankheiten und Unkraut ausgesetzt sind?
Die Antwort gibt das Feld selbst – anschaulich, eindrücklich und genau dort, wo unsere Lebensmittel wachsen.
Nullparzellen: Der komplette Verzicht auf Pflanzenschutz
Die teilnehmenden Landwirtinnen und Landwirte verzichten auf einem Teil ihrer Fläche – den sogenannten Nullparzellen – vollständig auf Pflanzenschutzmaßnahmen: kein chemischer oder biologischer Pflanzenschutz, keine Bodenbearbeitung, keine biotechnischen Verfahren. Diese Parzellen werden mit einem kostenlosen Aktionsschild, den sogenannten „Schau!“-Tafeln, gekennzeichnet.
Die Folgen der Nicht-Behandlung zeigen sich im Laufe des Jahres immer deutlicher, besonders im Vergleich zu den behandelten Flächen: Unkraut breitet sich aus, Pflanzen leiden unter Krankheiten und Schädlingsbefall. Der Ertrag sinkt drastisch oder bleibt ganz aus. Feldfrüchte, die in den Nullparzellen wachsen, sind meist verkümmert und für die Lebensmittelproduktion ungeeignet.
Fruchtbarer Dialog über Pflanzenschutz
Der positive Effekt: Die Teilnehmenden der Aktion „Schau ins Feld!“ legen ihre Nullparzellen bewusst an gut sichtbaren Stellen an dort, wo viele Menschen vorbeikommen. So fällt der wild wachsende Feldabschnitt direkt ins Auge und regt zum Nachdenken an.
Über die „Schau!“-Tafeln erfahren Passantinnen und Passanten mehr über die Hintergründe und Ziele der Aktion. Damit geben Landwirtinnen und Landwirte Einblicke in Ihre tägliche Arbeit und schaffen Verständnis für den verantwortungsvollen Einsatz von Pflanzenschutz. Viele von ihnen ergänzen die Aktionsschilder mit ihren Kontaktdaten und laden so zum persönlichen Austausch ein.
Zu „Schau ins Feld!“ sind alle interessierten Landwirtinnen und Landwirte eingeladen – unabhängig davon, ob sie konventionell oder ökologisch arbeiten und ob sie Ackerbau, Obstbau oder Weinbau betreiben.
Die feldhelden-Initiative versorgt die Teilnehmenden kostenlos mit den Aktionsschildern und begleitendem Aktionsmaterial.
FAQ
Was ist der Unterschied zwischen feldhelden und „Schau ins Feld!“?
Ein Feldheld oder eine Feldheldin ist jeder Landwirt oder Landwirtin, die sich durch die Zusendung von Inhalten (bspw. Social Media), die Ausrichtung von Events (bspw. Hoftagen) oder über die Aktion „Schau ins Feld!“ an unserer Initiative beteiligt. Eine Teilnahme an „Schau ins Feld!“ ist aber nicht verpflichtend, um bei feldhelden aktiv zu sein.
Was muss ich tun, um bei feldhelden mitzumachen?
Um bei feldhelden mitzumachen, hast du verschiedene Möglichkeiten, dich bei unserer Initiative einzubringen. Du hast Social Media Inhalte gepostet, die thematisch zu unserer Initiative passen? Schick sie uns gern und dein Thema erreicht bei uns eine größere Zielgruppe. Du möchtest einen Hoftag ausrichten, hast Interesse an einem Medientraining oder willst Aktionsmaterial bestellen? Kontaktiere uns! Wir freuen uns über alle, die Teil von feldhelden werden möchten.
Muss ich bestimmte Feldfrüchte anbauen, um bei feldhelden mitzumachen?
Nein, unabhängig davon, ob du konventionell oder ökologisch anbaust oder ob du im Ackerbau, Obstbau oder Weinbau aktiv bist – Feldheld oder Feldheldin kann jeder werden und wir freuen uns über deine Anmeldung und deine Inhalte.
Wie bestelle ich Aktionsmaterial und Infoschilder?
Infoschilder kannst du ganz einfach im Rahmen deiner Anmeldung zu „Schau ins Feld!“ bestellen. Sollte mal ein Schild zerstört werden, kannst du es einfach und kostenfrei nachbestellen. Aktionsmaterial kannst du unter (Link) bestellen. Unter (Link) findest du darüber hinaus Infomaterial zum Download.