Was sind Biostimulanzien?

Biostimulanzien zählen weder zu Pflanzenschutz- noch zu den Düngemitteln. Stattdessen bilden sie einen ergänzenden Baustein im Produktportfolio der Naturstoffe. Sie wirken durch ihre stimulierende Wirkung indirekt auf die biologischen und chemischen Komponenten in der Pflanze und im Boden. Dadurch verbessern sie die Widerstandsfähigkeit (besonders gegen abiotischen Stress wie Trockenheit, Hitze oder Frost) und Qualität der Kulturpflanzen, stärken die Bodenfruchtbarkeit und sichern so Erträge ab.

Die wichtigsten Biostimulanzien:​

  • Humin- und Fulvosäuren
  • Algen- und Pflanzenextrakte
  • Aminosäuren und Peptide
  • Anorganische Substanzen
  • Mikroorganismen

 

Wie werden Biostimulanzien angewendet?

Die Einsatz- und Anwendungsmöglichkeiten von Biostimulanzien sind vielfältig. Neben dem Einsatz in landwirtschaftlichen Kulturen finden Biostimulanzien insbesondere Anwendung im Gemüse- und Obstbau, im Weinbau, im ökologischen Anbau und der Forstwirtschaft. Auch auf öffentlichen Grünflächen, Sport- und Golfplätzen werden sie bereits in großem Umfang eingesetzt. Dabei erfolgt die Anwendung unter anderem als Blatt- oder Bodenanwendung, Saatgutbeize, in der Ausbringung durch Bewässerungssysteme („Fertigation“) oder auch zusammen mit zum Beispiel Düngemitteln („co-formuliert“).